Kaufnebenkostenrechner Immobilien (Grunderwerbsteuer & Notar)
Ermitteln Sie die genaue Höhe Ihrer Nebenkosten, prüfen Sie Ihren Eigenkapitalbedarf und vergleichen Sie Steuersätze der Bundesländer nach § 656c BGB und GNotKG.
Berechnungsparameter
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<label for="closing-region" class="block text-xs font-bold text-slate-700 uppercase tracking-wider mb-2">Bundesland (Grunderwerbsteuer)</label>
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<option value="nrw" selected>Nordrhein-Westfalen (6,5%)</option>
<option value="bayern">Bayern (3,5%)</option>
<option value="bawue">Baden-Württemberg (5,0%)</option>
<option value="berlin">Berlin (6,0%)</option>
<option value="hessen">Hessen (6,0%)</option>
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Mathematische Formel & Notation
Gesetzliche Zusammensetzung der Kaufnebenkosten in Deutschland :
Praxisbeispiel: Kauf einer Eigentumswohnung für 400.000 € in NRW
Angenommen wird der Erwerb einer Bestandsimmobilie in Nordrhein-Westfalen (NRW) zum Kaufpreis von 400.000 € über einen Immobilienmakler :
- Grunderwerbsteuer (6,5% in NRW) : 400.000 € × 0,065 = 26.000 € * Notarkosten & Grundbuchamt (~1,5% nach GNotKG) : 6.000 € * Maklerprovision Käuferanteil (3,57% inkl. MwSt) : 14.280 € Gesamte Kaufnebenkosten : 46.280 € (11,57% Nebenkostenquote). Der gesamte finanzielle Aufwand beträgt 446.280 €. Da Banken die Kaufnebenkosten in der Regel nicht mitfinanzieren, müssen diese 46.280 € vollständig aus eigenem Erspartem aufgebracht werden.
Kaufnebenkosten im Ländervergleich (Kaufpreis 400.000 € mit Makler)
| Bundesland | Grunderwerbsteuersatz | Grunderwerbsteuer | Notar + Grundbuch | Gesamte Nebenkosten |
|---|---|---|---|---|
| Bayern | 3,5% | 14.000 € | 6.000 € | 34.280 € (8,57%) |
| Baden-Württemberg / Hessen | 5,0% | 20.000 € | 6.000 € | 40.280 € (10,07%) |
| Hamburg / Sachsen | 5,5% | 22.000 € | 6.000 € | 42.280 € (10,57%) |
| Berlin | 6,0% | 24.000 € | 6.000 € | 44.280 € (11,07%) |
| NRW / Brandenburg / Saarland | 6,5% | 26.000 € | 6.000 € | 46.280 € (11,57%) |
Häufig Gestellte Fragen
Warum finanzieren Banken die Kaufnebenkosten meist nicht mit? ▼
Die Kaufnebenkosten (Steuern, Notargebühren, Maklercourtage) fließen nicht in die Substanz der Immobilie ein und stellen daher für die Bank keinen wiederverwertbaren Beleihungswert dar. Im Falle einer Zwangsversteigerung sind diese Beträge verloren, weshalb deutsche Kreditinstitute verlangen, dass Nebenkosten als 'weiches Eigenkapital' bar bezahlt werden.
Wie teilt sich die Maklerprovision nach dem Gesetz auf? ▼
Seit dem Gesetz zur Verteilung der Maklerkosten bei der Vermittlung von Kaufverträgen über Wohnungen und Einfamilienhäuser (§ 656c BGB) gilt der zwingende Halbteilungsgrundsatz: Der Käufer darf maximal zu dem Anteil verpflichtet werden, den der Verkäufer nachweislich selbst bezahlt (üblich sind je 3,57 % inkl. MwSt für beide Parteien).
Können Notarkosten oder Maklerkosten steuerlich abgesetzt werden? ▼
Bei privat eigengenutzten Immobilien können die Kaufnebenkosten in der Regel nicht als Werbungskosten oder Sonderausgaben geltend gemacht werden (Ausnahme: Handwerkerleistungen bei Renovierung). Bei vermieteten Kapitalanlage-Immobilien zählen die Nebenkosten hingegen zu den Anschaffungsnebenkosten und können über die Nutzungsdauer linear abgeschrieben werden (AfA).
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